Sportschwimmhalle Jena-Lobeda: Grundstein gelegt


Bau der 50-Meter-Sportschwimmhalle Jena-Lobeda macht Fortschritte

•    Eines der wichtigsten sportlichen Vorhaben der Stadt Jena wächst in die Höhe
•    Bauarbeiten verlaufen gemäß Plan
•    Richtfest diesen Herbst und Fertigstellung für Ende 2022 angekündigt

 

Mit der symbolischen Grundsteinlegung startete heute (1. Juli 2021) offiziell der Hochbau für eine neue Ära des Schwimmens in Jena-Lobeda: Im Bereich Karl-Marx-Allee, Ecke Theobald-Renner-Straße, entsteht auf einer Gesamtfläche von 3.360 Quadratmetern eine moderne und wettkampftaugliche Sportschwimmhalle. Die Zeremonie in Anwesenheit von der Geschäftsführerin der Jenaer Bäder Susan Zetzmann, dem Jenaer Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche, dem Sportdezernenten Benjamin Koppe, dem Stadtwerke-Geschäftsführer Tobias Wolfrum sowie Vertretern des Lobedaer Ortsteilrates, der Bürgerinitiative und des Architekturbüros geising+böker fand auf dem Baugelände statt. Die Bauarbeiten liegen damit voll im Plan.

„Das ist ein guter Tag für Jena, für Lobeda und für die Jenaer Bäder. Wir freuen uns, dass wir nachträglich den symbolischen Grundstein für unsere neue Schwimmhalle legen können“, sagte Susan Zetzmann, Geschäftsführerin der Jenaer Bäder- und Freizeitgesellschaft. „Jetzt beginnt nicht nur der sichtbare Teil der Bauarbeiten, wir läuten auch ein neues Kapitel in der Schwimmgeschichte in Jena ein. Wir legen die Basis für eines der wichtigsten sportlichen Vorhaben der Stadt, von denen zukünftig Vereins-, Breiten- und Schulsport profitieren.“ Bevor die neue Sportschwimmhalle mit einer zukünftigen Wasserfläche von 1174 Quadratmetern nun in die Höhe wachsen kann, standen auf der Großbaustelle umfangreiche Tiefbauarbeiten an. Knapp 700 LKWs waren beispielsweise nötig, um den Erdaushub von ca. 11.000 Kubikmetern abzutransportieren. Circa 40 Gewerke waren in die Bauarbeiten eingebunden. 

 

Eine Zeitkapsel aus Kupfer

Ein wichtiger Teil der Zeremonie ist die sogenannte Zeitkapsel aus Kupfer, die im symbolischen Grundstein versenkt wurde. Inhalt der Zeitkapsel: ein paar Münzen, der Bauplan, die Tageszeitung, ein Stadtwerke-Magazin, ein persönlicher Gruß der Jenaer Berufsfeuerwehr sowie eine vom Oberbürgermeister handsignierte Schwimmbrille. Diese Utensilien sollen den Bauherren und auch den zukünftigen Nutzern der Schwimmhalle Glück bringen. Nachdem der Sockel mit einer Deckplatte verschlossen wurde, besiegelten die Bäderchefin gemeinsam mit dem Oberbürgermeister die Grundsteinlegung mit ihren zeremoniellen Hammerschlägen.

Die neue Schwimmhalle Jena-Lobeda verfügt dann über ein wettkampftaugliches 50-Meter-Becken mit insgesamt acht Bahnen. Integriert sind eine Startblockanlage sowie eine variabel verschiebbare Brücke mit Startblöcken, wodurch die Aufteilung in zwei 25-Meter-Becken gegeben ist. Darüber hinaus wird die Halle um ein Lehrschwimmbecken mit verstellbarem Hubboden ergänzt. Das beauftragte Architekturbüro geising + böker legte Wert darauf, dass sich der Neubau nahtlos in die bestehende Architektur einfügt, modern erscheint und funktional ist. So wird die Fassade abwechslungsreich und massiv zur südlich gelegenen Karl-Marx-Allee gestaltet, in Richtung der Freiflächen im Norden und Süden erscheint sie geöffnet und transparent. Ende 2022 sollen die ersten Schwimmer hier ihre Bahnen ziehen.

 

Weitere O-Töne:

Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche: „Nie war es allen so klar wie zur Zeit des Corona-Stillstandes: Bewegung ist ein Grundbedürfnis. Die Nachfrage nach Möglichkeiten für Sport und Fitness zeigen uns, dass die Entscheidung zur Sportschwimmhalle genau richtig war. Das gilt sowohl für den Ort Neu-Lobeda – gut angebunden mit vielen Interessierten in unmittelbarer Nähe, sowie für die Investition in eine großzügige Halle mit vielen Nutzungsmöglichkeiten. Mein Dank gilt den Stadtwerken, welche hier kräftig investieren und natürlich dem Land Thüringen, ohne deren Fördermittel das Projekt nicht zu stemmen wäre.”

Sportdezernent Benjamin Koppe: „Die Pandemie zeigt uns, wie wertvoll und wichtig die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger ist. Die neue Schwimmhalle trägt neben dem hohen Freizeitwert auch zur sportlichen Bewegung aller Altersgruppen bei. Sie hebt die Bedingungen im Gesundheits- und Rehasportbereich, aber auch besonders in der Schwimmausbildung und im leistungsorientierten Sportbereich auf ein in Jena noch nie dagewesenes Niveau."

Ortsteilbürgermeister Volker Blumentritt: „Mit der heutigen Grundsteinlegung zur neuen Jenaer Schwimmhalle, mit Standort in Jena-Lobeda, geht ein von mir lang gehegter Wunsch in Erfüllung: die Vollendung einer modernen Sport-, Freizeit- und Kulturmeile an der Karl-Marx-Allee! Mit dieser Schwimmhalle setzt man hier ein Zeichen gelungener und moderner Stadtentwicklungspolitik und Architektur. Ich danke allen Beteiligten, Freunden, Mitstreiterinnen und Mitstreiter für dieses gigantische -Soziale- Projekt für die Menschen unserer Stadt Jena.“

Stadtwerke-Geschäftsführer Tobias Wolfrum: „Mit diesem Bau wird mehr Platz für die sportbegeisterten Menschen in Jena geschaffen. Die Stadtwerke sind sehr dankbar, dass sich die Jenaer Bäder sowie alle am Bau involvierten Firmen und Gewerke so engagieren. Es ist ein Vergnügen, den Fortschritt der Baumaßnahme zu beobachten. Es ist ein Vergnügen, den Fortschritt der Baumaßnahme zu beobachten. Ich danke allen, die mit Energie, Leidenschaft und Zeit dieses Projekt angeschoben und geplant haben und jetzt umsetzen. Mit der Grundsteinlegung erreichen wir ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur neuen Sportschwimmhalle.“

Ralf Günther von der Bürgerinitiative für den Schwimmhallen-Neubau: „Seit 2004 kämpfen wir um eine der Sport und Universitätsstadt würdigen, wettkampftauglichen Schwimmhalle. Wir sind sehr stolz darauf, dass unser hartnäckig am Ball bleiben sich mit dieser neuen Halle ausgezahlt hat. Wir als zukünftige Nutzer werden mit ein Auge darauf haben, dass die Ausstattung der Halle allen zukünftigen Nutzergruppen optimal angepasst wird. Wir sind begeistert, dass der Baufortschritt so unkompliziert und On Time voranschreitet. Wir sind uns sicher, dass wir jetzt wichtige Nationale Wettkämpfe auch in unserer eigenen Stadt ausrichten können. Mit der neuen Sportschwimmhalle haben wir endlich die Möglichkeiten, weitere Sportarten in Jena entwickeln zu können, die bisher keinen Raum in Jena hatten wie z.B. Wasserball.“