26.07.2013

Saniertes Ostbad startet in die Saison


Das umfassend sanierte Jenaer Ostbad ist seit dem 26. Juli 2013 wiedereröffnet. Circa 2,8 Millionen Euro, so der Geschäftsführer der Bäder- und Freizeitgesellschaft, Wolfgang Weiß, seien in die schöne Anlage investiert worden. Neu sind: Edelstahlbecken, Funktionsgebäude mit aufwendigen Installationen für die Badewassertechnik, Wasser- und Abwasserleitungen, Außenanlagen sowie die große Breitrutsche.

Das 1.700 Quadratmeter große Mehrzweckbecken besteht aus einem Schwimmerbereich mit Wassertiefen bis 1,90 Meter und einem Nichtschwimmerbereich. „In den Nichtschwimmerbereich führt unsere neue Breitrutsche, so dass immer mehrere Badegäste gleichzeitig rutschen können“, sagt Wolfgang Weiß. Außerdem gibt es wie bisher ein Planschbecken mit nochmals fast 200 Quadratmeter Wasserfläche und einer Wassertiefe, die nur bis 35 Zentimeter geht. Beide Becken sind als moderne Edelstahlbecken ausgeführt.

Neu gestaltet und vergrößert ist auch der gesamte Beckenumgang mit einer Pflasterfläche von etwa 1.200 Quadratmeter, die in hellen Farbtönen gehalten ist. Um das Planschbecken herum wurde ein kräftig gelber und weicher Fallschutzbelag eingebaut und ein großes Sonnensegel in den Farben der Stadtwerke Jena Gruppe zur Beschattung dieser Flächen errichtet.

Neu ist auch das Funktionsgebäude. Dazu Wolfgang Weiß: „Was der Badbesucher nicht sieht, sondern bestenfalls ahnt, sind die aufwendigen Installationen für die Badewassertechnik. Das gesamte Gebäude ist unterkellert; hier befinden sich die notwendigen Wasserspeicher bzw. -behälter und die Pumpen der Badewassertechnik. Die großen Filterbehälter wurden hinter dem Schwimmmeistergebäude aufgestellt und der Blick auf die Verrohrung dieser Filter lässt auch den Laien erahnen, dass für die Reinhaltung des Badewassers eine Menge getan werden muss.“

Überhaupt nicht erkennbar sind die umfangreichen Neuverlegungen von verschiedensten Vor-, Rück- und Messleitungen rund um das Becken. Nach aktuellem Aufmaß wurden mehr als 1,5 Kilometer Wasser- und Abwasserleitungen neu verlegt – die meisten rund um das Becken. Darüber hinaus wurde die Sanierungsmaßnahme genutzt, um sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen zu erneuern, so dass auch Trinkwasseranschluss, Stromanschluss und Datentechnik jetzt einem modernen Stand entsprechen.

Die Bädergesellschaft hatte sich für eine Winterbaustelle entschieden. Die Baumaßnahme verzögerte sich allerdings. Erst nach dem langen Winter Ende März/Anfang April konnte wieder ein geordneter Bauablauf aufgenommen werden, da mehrere Gewerke auf dauerhaft frostfreies Wetter angewiesen waren. Zusätzlich verursachte das Hochwasser Ende Mai/Anfang Juni weitere Schäden und Baustillstand, so dass sich die Wiedereröffnung um zwei Monate verschoben hat.

Insgesamt wurden im Ostbad Baumaßnahmen im Umfang von über 2,8 Millionen Euro realisiert. „Nur ein Teil davon ist unmittelbar sichtbar, aber die nicht sofort erkennbaren Investitionen in die Badewassertechnik kommen unseren Badegästen in Form einer langfristig sicheren und hohen Badewasserqualität zu Gute“, so der Bäderchef.