13.11.2020

Bei Baggerarbeiten 2.500 Jahre alte Knochen entdeckt


Sportschwimmhalle

Knochenfund an der Sportschwimmhalle Jena-Lobeda. © Stadtwerke Jena / A. Tautenhahn

Als einen „herausragenden historischen Fund“ bezeichnet Dr. Tim Schüler die am 20. Oktober 2020 in der Baugrube der neuen Sportschwimmhalle in Jena / Lobeda-West gefundenen Knochen. Der Leiter für Archäologische Fachaufgaben vom Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie stellte heute (13. November 2020) an der Fundstelle die Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen dar. Demnach handelt es sich um die Knochen einer etwa 30-jährigen Frau, die vor etwa 2.500 Jahren mit zusätzlichen Grabgaben bestattet wurde. Zu den Grabgaben gehören Schmuckstücke aus Bronze (Bronzebommeln), aber auch Keramiken und sehr wahrscheinlich zwei Tiere. Eines der Tierbeigaben war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Rind. Die Knochen des anderen Tieres werden noch untersucht. Interessant für Historiker: Die Frau hatte mehrere Krankheiten, wie zum Beispiel eine starke Lungenentzündung, überstanden. Das konnte man an dem zum Großteil geborgenen Skelett sehr gut erkennen. Nun folgen weitere anthropologische Untersuchungen, um alle Details rund um den Knochenfund zusammenzutragen und in einer Publikation zu veröffentlichen.