Azubis besichtigen Baustelle der Sportschwimmhalle


Ohne sie geht es nicht: Wenn Ende des kommenden Jahres die neue Sportschwimmhalle in Jena-Lobeda öffnet, sorgen hinter den Kulissen viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür, dass die Schwimmer stets in sauberes Wasser eintauchen. Damit sie alle auf diese Aufgabe optimal vorbereitet sind, besuchten am heutigen Mittwoch, 22. September, Azubis gemeinsam mit ihren Ausbildern sowie Fachangestellte der Jenaer Bäder die Baustelle in der Karl-Marx-Allee, Ecke Theobald-Renner-Straße.

Empfangen wurden sie von Katja Eberhardt. Die Projektleiterin vom Ingenieurbüro Möller und Meyer Gotha zeigte den Baustellen-Gästen wie die Badewassertechnik auf- und eingebaut wird und wie diese später arbeitet, um alle Vorschriften und Normen zu erfüllen. Schließlich beginnt der gesamte Reinigungszyklus bereits bevor die ersten Gäste ihre ersten Bahnen ziehen. Dann ist es gut zu wissen, welche einzelnen Schritte für die Wasserreinigung notwendig sind, was in welchen Behältern und der Filteranlage mit dem Wasser passiert und was bei Problemen zu tun ist. Insgesamt werden das Schwimmerbecken mit ca. 2.100.000 Liter und das Lehrschwimmbecken mit ca. 180.000 Liter Wasser befüllt sein.

Und so funktioniert`s:

Herzstück der gesamten Wasseraufbereitung sind besonders energiesparende Unterdruckfilter aus Kunststoff. Mit den sechs Filtermodulen, mit je 3,1 m² Filterfläche, werden insgesamt 560 m³/h aufbereitet. Das bedeutet, pro Stunde werden 560.000 Liter Wasser über die Filter gepumpt und gereinigt. Dadurch wird das gesamte Wasser in beiden Becken mehrmals täglich komplett aufbereitet.

Die Filter sind mit einer Kombination aus Quarzsand (je Filter ca. 2.700 kg) und Aktivkohle (je Filter ca. 925 kg) gefüllt. Mit Hilfe der Aktivkohle werden organische Inhaltsstoffe aus dem Wasser gebunden. Die optimierte Filterfunktionstechnik reduziert nicht nur den Energie- und Wasserverbrauch, sondern auch den Chemikalienverbrauch und leistet damit neben den ökonomischen Aspekten auch einen ökologischen Beitrag.

Hintergrund:

Der Spatenstich für die Schwimmhalle erfolgte im Oktober 2020, die Fertigstellung der Baumaßnahme ist für Ende 2022 geplant. Bauherr ist die Jenaer Bädergesellschaft, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Jena. Die neue Sportschwimmhalle verfügt zukünftig über ein wettkampftaugliches 50-Meter-Becken mit insgesamt acht Bahnen sowie ein Lehrschwimmbecken. Die geplante Gesamtinvestition der Bädergesellschaft liegt bei 16,2 Millionen Euro - sechs Millionen Euro davon übernimmt das Land Thüringen, die übrigen Mittel stellen die Stadtwerke Jena bereit.